Sabrina Maniera | 3 min
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Smart Country Convention 2026: Digitale Souveränität gemeinsam gestalten

Unser Rückblick auf die Smart Country Convention 2026 in Berlin: Digitale Souveränität, Open Source und sichere Softwarelieferketten – mit spannenden Einblicken in unsere Zusammenarbeit mit dem ZenDiS.

Vom 13. bis 15. Oktober waren wir auf der Smart Country Convention 2026 in Berlin zu Besuch. Drei Tage lang drehte sich auf dem Messegelände alles um die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung, digitale Souveränität und innovative Technologien für den öffentlichen Sektor.

Neben zahlreichen Vorträgen und einer beeindruckenden Ausstellungsfläche bot die Veranstaltung vor allem Gelegenheit zum persönlichen Austausch mit Unternehmen, Organisationen und Projektpartnern, mit denen wir gemeinsame Ziele verfolgen.

Digitale Souveränität im Mittelpunkt

Ein Thema zog sich durch nahezu alle Bereiche der Messe: digitale Souveränität. Wie können öffentliche Einrichtungen ihre Abhängigkeit von einzelnen Technologieanbietern reduzieren? Welche Rolle spielt Open Source dabei? Und wie lassen sich digitale Infrastrukturen langfristig sicher und unabhängig betreiben?

Fragen, die nicht nur auf den großen Bühnen diskutiert wurden, sondern uns auch in unserer täglichen Arbeit beschäftigen. Besonders deutlich wurde dabei, dass digitale Souveränität weit über die Entscheidung für eine bestimmte Software hinausgeht. Es geht um transparente Technologien, sichere Lieferketten, nachvollziehbare Prozesse und die Fähigkeit, digitale Lösungen eigenständig weiterzuentwickeln und zu betreiben.

Gemeinsam mit dem ZenDiS an souveränen Lösungen arbeiten

Ein besonderes Highlight unseres Messebesuchs war der persönliche Austausch mit dem Zentrum für Digitale Souveränität der Öffentlichen Verwaltung (ZenDiS) und weiteren Projektpartnern.

Messestand des ZenDiS auf der Smart Country Convention 2026
Am Stand des ZenDiS auf der Smart Country Convention 2026

Mit dem ZenDiS arbeiten wir aktuell an zwei spannenden Vorhaben: der Weiterentwicklung der Open-Source-Plattform openCode und der Secure Government Container Initiative (SGCI). Während openCode die gemeinsame Entwicklung und Nachnutzung von Open-Source-Software in der öffentlichen Verwaltung unterstützt, beschäftigt sich die SGCI mit der Bereitstellung sicherer und gehärteter Container Images.

Gerade die Sicherheit von Softwarelieferketten spielt dabei eine zentrale Rolle. In mehreren Vorträgen am ZenDiS-Stand ging es deshalb um Container Security, Schwachstellenmanagement und den Einsatz von DevGuard, einer Open-Source-Lösung für Software Supply Chain Security von l3montree.

Die Messe bot eine gute Gelegenheit, bestehende Kontakte zu vertiefen, technische Themen persönlich zu besprechen und die Menschen hinter den gemeinsamen Projekten besser kennenzulernen. Wer mehr über unsere Arbeit an sicheren Container Images erfahren möchte, findet weitere Einblicke in unserem Blogartikel „FrOSCon 2026 – Open Source, Container Security und digitale Verwaltung“.

Open Source braucht Zusammenarbeit

Auch die Open Source Business Alliance (OSBA) war auf der Messe vertreten und bot mit ihrem Gemeinschaftsstand verschiedenen Unternehmen und Organisationen eine Plattform zum Austausch.

Da wir die Ziele und Werte der OSBA teilen, möchten wir ab 2026 selbst Teil dieses Netzwerks werden. Durch die zunächst reguläre Mitgliedschaft können wir uns stärker mit anderen Open-Source-Unternehmen und Organisationen vernetzen und vom gemeinsamen Wissens- und Erfahrungsaustausch profitieren. Langfristig möchten wir uns darüber hinaus aktiv einbringen, eigene Erfahrungen teilen und die Weiterentwicklung des Open-Source-Ökosystems mitgestalten.

Solche Begegnungen zeigen, wie wichtig ein funktionierendes Open-Source-Ökosystem ist. Denn digitale Souveränität entsteht nicht durch einzelne Produkte, sondern durch die Zusammenarbeit von Unternehmen, öffentlichen Einrichtungen und Open-Source-Communities.

Neben den technischen Themen bot die Smart Country Convention auch Einblicke in aktuelle Entwicklungen rund um künstliche Intelligenz und die Digitalisierung von Verwaltungsprozessen. Dabei wurde deutlich, wie unterschiedlich weit die einzelnen Organisationen bei der praktischen Umsetzung bereits sind.

Unser Fazit: Vom politischen Anspruch zur praktischen Umsetzung

Die Smart Country Convention hat eindrucksvoll gezeigt, welchen Stellenwert digitale Souveränität und Verwaltungsdigitalisierung inzwischen einnehmen.

Für uns waren dabei weniger die großen Produktpräsentationen entscheidend als die persönlichen Gespräche und der Austausch mit unseren Projektpartnern.

Besonders freut uns, dass wir mit unserer Arbeit für das ZenDiS bereits aktiv an Lösungen mitwirken, die eine sichere, offene und unabhängige IT-Infrastruktur für die öffentliche Verwaltung ermöglichen sollen. Denn digitale Souveränität ist für uns nicht nur ein Thema auf Konferenzen – sondern etwas, an dem wir gemeinsam mit unseren Partnern ganz konkret arbeiten.