
Open City Manager auf openCode
Open City Manager auf openCode
Viele Kommunen stehen vor der Herausforderung, vielfältige Prüf- und Dokumentationspflichten – etwa bei Spielplätzen, Bäumen oder anderen öffentlichen Infrastrukturen – effizient und rechtssicher zu erfüllen. Der Open City Manager (OCM) bietet hierfür eine offene, praxisnahe Lösung, mit der sich kommunale Prozesse digitalisieren lassen. Die Anwendung schafft nicht nur Transparenz und Nachvollziehbarkeit, sondern ermöglicht auch eine flexible Anpassung an
Der Open City Manager (OCM) ist jetzt als eine freie Software zur digitalen Verwaltung kommunaler Aufgaben auf openCode verfügbar. Ein Bestandteil der Anwendung ist der Open Playground Manager (OPM), der speziell für die digitale Kontrolle von Spielplätzen entwickelt wurde. Die Veröffentlichung auf openCode ermöglicht nun eine transparente, offene und flexible Nutzung durch Städte und Gemeinden.
OCM und OPM – was ist was?
Der Open City Manager (OCM) ist der übergeordnete Name der Anwendung, wie sie auch auf openCode veröffentlicht wurde. Der OCM versteht sich als Plattform für kommunale Fachanwendungen – etwa für Spielplatzkontrollen oder das Baummanagement. Ein Modul innerhalb dieses Systems ist der Open Playground Manager (OPM), der speziell für die Kontrolle und Verwaltung von Spielplätzen entwickelt wurde. Der Name OPM ist somit die Bezeichnung für dieses Modul – auch wenn die Gesamtanwendung als OCM weiterwächst und demnächst auch um weitere Einsatzbereiche wie das Baummanagement erweitert wird.
Im Rahmen des Förderprogramms Modellprojekte Smart Cities, konnten wir die Stadt Wolfsburg auf diesem innovativen Weg unterstützen – weg von technischer Abhängigkeit, hin zu einer offenen, übertragbaren Lösung, die nach Prinzipien digitaler Souveränität gestaltet wurde.
Die Software bildet konkrete Arbeitsabläufe digital ab, reduziert Fehlerquellen und verbessert die Zusammenarbeit. Deshalb setzen immer mehr öffentliche Verwaltungen auf Open-Source-Software – und das aus guten Gründen:
- Transparenz: Der Quellcode ist offen einsehbar.
- Digitale Souveränität: Kommunen behalten die Kontrolle über ihre eingesetzte Software.
- Anpassbarkeit: Lösungen lassen sich auf spezifische Anforderungen vor Ort zuschneiden.
- Kollaboration: Andere Städte und Gemeinden können zur Weiterentwicklung beitragen.
Diese Vorteile machen den OPM zu einem wichtigen Werkzeug für moderne, zukunftsfähige Verwaltungslösungen.
OCM in der Praxis und für wen sich die Software eignet
Unsere Software wurde für den modernen Einsatz in Städten und Kommunen entwickelt. Sie ermöglicht Spielplatzkontrolleuren sowie Verantwortlichen für Bäume und Grünflächen, ihre Prüf- und Dokumentationspflichten vollständig digital, effizient und rechtssicher zu erfüllen.
Als Baustein für die digitale Transformation im öffentlichen Raum ist die Anwendung flexibel in Städten, Gemeinden, Zweckverbänden und kommunalen Betrieben einsetzbar – sowohl im Eigenbetrieb als auch über IT-Dienstleister.
Wir unterstützen bei der Einrichtung einer Testumgebung und begleiten den Roll-out. So kann die Software praxisnah erprobt, in bestehende digitale Prozesse integriert und als nachhaltige Lösung für eine zukunftsfähige Verwaltung etabliert werden.
OCM auf openCode
Das Projekt „OCM – Open City Manager“ ist nun offiziell im Softwareverzeichnis auf openCode gelistet.
Veröffentlicht wurde dabei:
- Der vollständige Quellcode des Systems
- Dokumentation und Installationshinweise
- Die standardisierte
publiccode.ymlfür Nachnutzung und Kategorisierung
Damit ist der OCM nicht nur ein Werkzeug, sondern auch ein digitales Gemeingut – bereit zur freien Verwendung.
Was ist openCode?
openCode ist die zentrale Plattform für Open-Source-Software in der öffentlichen Verwaltung und wird seit 2024 durch das Zentrum für Digitale Souveränität der Öffentlichen Verwaltung (ZenDiS) betrieben und kontinuierlich weiterentwickelt. Diese starke institutionelle Verankerung garantiert Stabilität und Zukunftsfähigkeit der Plattform. Sie bietet nicht nur einen Katalog veröffentlichter Softwareprojekte, sondern auch eine Infrastruktur zur gemeinsamen Entwicklung, Dokumentation und Wiederverwendung. Ziel ist es, die digitale Souveränität zu stärken – durch Transparenz, Wiederverwendbarkeit und Unabhängigkeit von proprietären Anbietern.
Open Source als Prinzip – und openCode als Plattform dafür
Open Source ist längst mehr als eine technische Entscheidung – es ist ein strategisches Prinzip für die öffentliche Verwaltung. Die Plattform openCode setzt dieses Prinzip systematisch um, indem sie mit automatisierten Prüfungen sicherstellt, dass alle veröffentlichten Projekte die Standards der Open Source Initiative (OSI) erfüllen. Das schafft Rechtssicherheit und Vertrauen für Verwaltungen, die quelloffene Software einsetzen wollen.
Gleichzeitig verfolgt openCode zentrale Ziele, die weit über reinen Codezugang hinausgehen:
- Transparenz und Kontrolle durch offen einsehbaren Quellcode
- Nachhaltige Weiterentwicklung durch gemeinsame Nutzung und offene Beteiligung
- Unabhängigkeit von einzelnen Anbietern oder proprietären Systemen
- Passgenaue Lösungen für die individuellen Anforderungen kommunaler IT
Fünf Handlungsfelder – so unterstützt openCode
Damit Open-Source-Projekte nicht nur veröffentlicht, sondern auch effektiv genutzt, angepasst und weiterentwickelt werden können, bietet openCode Unterstützung in fünf klar definierten Handlungsfeldern.
1. Ökosystem: Förderung der Zusammenarbeit zwischen Verwaltungen, IT-Dienstleistern und der Open-Source-Community – Partnerschaften und Vernetzung stehen im Fokus.
2. Software und Infrastruktur: Bereitstellung technischer Werkzeuge und Infrastruktur – etwa Repository-Hosting, CI/CD-Prozesse und Dokumentationshilfen –, um den Einsatz und Betrieb von Open-Source-Software zu erleichtern.
3. Entwicklung: Unterstützung des gesamten Softwareentwicklungszyklus – vom Code-Hosting über Versionskontrolle bis zu modernen DevOps-Methoden wie Continuous Integration und Continuous Deployment (CI/CD), organisiert über GitLab.
4. Community und Projektkoordination: Förderung der Zusammenarbeit zwischen Projektbeteiligten über Diskussionsforen, Issue-Tracking und Community-Support. Projekte profitieren von direktem Feedback und kollektiver Intelligenz.
5. Wissen: Dokumentation, Wissensaustausch, Schulungsangebote und Support – openCode stellt sicher, dass alle Beteiligten nicht nur mit der Software, sondern auch mit dem nötigen Know-how ausgestattet sind.
Mehr als ein Repository – ein digitales Ökosystem
OpenCode ist weit mehr als eine Sammlung von Quellcode: Die Plattform bietet Verwaltungen ein vollständiges digitales Ökosystem. Neben dem Zugang zu Open-Source-Lösungen stellt sie auch die Strukturen, Netzwerke und Werkzeuge bereit, um diese Lösungen nachhaltig, sicher und kollaborativ einzusetzen und weiterzuentwickeln.
Automatisierte Prüfungen stellen sicher, dass veröffentlichte Projekte die Standards der Open Source Initiative (OSI) erfüllen – und schaffen damit die notwendige Rechtsklarheit für den Einsatz in der öffentlichen Verwaltung.

Ein wichtiger Schritt zur digitalen Souveränität: Mit der Veröffentlichung des Open Playground Managers auf openCode steht Kommunen nun ein erprobtes, praxisnahes Werkzeug zur Verfügung – offen, kollaborativ und unabhängig. Dies ist ein starkes Signal für mehr digitale Selbstbestimmung in der öffentlichen Verwaltung.
